Es gibt Menschen, die sind - nach kurzem Blick auf die Landkarte - der Meinung, Bad Neualbenreuth läge hinter den sieben Bergen am Ende der Welt, da, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen, und demnach können die Einwohner auch nur Hinterwäldler sein. Dabei ist alles ganz anders - nicht nur weil Bad Neualbenreuth am geographischen Mittelpunkt Europas liegt. Und davon wird in diesem Blog berichtet.
Dienstag, 8. Dezember 2015
"Der schönste Weihnachtsmarkt den wir kennen"
So urteilten zahlreiche Besucher des weihnachtlichen Kunsthand-werkermarktes.
Am Sonntag, 13. 12. 2015 hat er noch einmal geöffnet. Dort wird um 15 Uhr die Blaskapelle Ernestgrün weihnachtliche Melodien spielen.
Einen ausführlichen Bericht finden Sie in meinem Zeitungsartikel
Dort ist auch eine Fotogalerie zu finden. Hier weitere Fotos:
Donnerstag, 26. November 2015
50. Geburtstag von Bürgermeister Klaus Meyer
Wenn sonst schon keine Feste sind, dann hat wenigstens der Bürgermeister einen runden Geburtstag. Wie praktisch, dass er ihn auf den November gelegt hat. Endlich konnte mal wieder so richtig zwischendurch gefeiert werden! Und was macht ein richtiger Bürgermeister zunächst? Er dankt seiner Frau:
Dann waren da noch viele, viele Gäste:
| Aus dem ganzen Landkreis kamen Bürgermeister |
| Der 2. Bürgermeister Christian Hebert (rechts) überbrachte die Glückwünsche des Marktgemeinderates und der Vereine - und natürlich Geschenke |
| Der stellvertretende Landrat Roland Grillmeier, Bürgermeister von Mitterteich, hatte neben einer Rede auch ein Geschenk mitgebracht |
| Das Neualbenreuther Zwio trug u.a. ein Lied mit Episoden aus dem Leben des Bürgermeisters vor |
| Eine lustige Fahrt mit der imaginären Tillenberg-Zahnradbahn fand auch statt |
Montag, 9. November 2015
Wanderungen im schönen Spätherbst: Zum Ringelstein, durch das Gedankental und Kaffeetrinken in Fellners Restaurant im Sibyllenbad
Zunächst ging es zum Saison-Abschluss der Natur- und Wanderfreunde zum Ringelstein. Dort trafen wir Gleichgesinnte und Bekannte - u.a. die Familie unseres Bürgermeisters Klaus Meyer (rechts im Bild). Als die Dämmerung eintrat, wurde noch ein zünftiges Feuer entfacht.
Dann nutzten wir die schönen Spätherbst-Tage für eine Wanderunge durch das Gedankental. Hier die Eindrücke:
| Blick zur Kleinen Kappl |
| Schloss Hardeck |
| Vom Restaurant hat man einen direkten Blick in die Badelandschaft |
| Heimweg in der schönen Herbstsonne |
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Der böhmische Grantlhuber und Mission Böhmisch - wieder einmal Blasmusik
„Klein
ABER fein“ heißt es bei der Blaskapelle KLARUS Blech im Untertitel. Auch wenn
diese erst zum Schluss auftrat, konnte man das Motto über die gesamte Veranstaltung
im Tillensaal stellen. Der Nachmittag bewies, dass böhmische und mährische
Blasmusik nicht nur in Bierzelten, sondern auch in konzertanter Weise
aufgeführt die Zuhörer begeistern kann.
Den Reigen eröffnete die Blaskapelle
Ernestgrün in altbewährter Weise. Da kamen neben dem „Böhmischen Grantlhuber“,
der Namensgeber für die Veranstaltung war, auch weitere Kompositionen von
Kapellenmitglied Klaus Rustler sowie bekannte Stücke aus dem Repertoire der
Ernestgrüner zur Aufführung. Klaus Rustler führte selbst durch das Programm.
Dabei bedankte er sich für die Geduld seiner Mit-Musikanten, wenn sie wieder
einmal Versuchsfeld beim Ausprobieren eines neuen Stückes sind. Kommentare wie
„So ein Schmarrn“, „War der besoffen“ oder „So schlecht wars ja nicht“ würden
ihm schon zeigen, ob seine Kompositions-Ideen auch ankommen. Die Blaskapelle
Ernestgrün verabschiedete sich an diesem Nachmittag mit der „Faszination
Blasmusik“ von K. Rustler und durfte
natürlich nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen.
Die
nächste Blaskapelle kam jung, frisch, keck daher und machte ihrem Namen
„Mission Böhmisch“ alle Ehre. Es war ihr insgesamt dritter Auftritt, denn sie
spielen erst seit April zusammen. Der Leiter und Dirigent Daniel Käsbauer gab
vollen Körpereinsatz und verstand es, sein Publikum mitzureißen, das auch gern
fröhlich mitsang. Sowohl er als auch Tubaspieler Daniel Barth haben schon
Stücke für die Oberpfälzer Truppe komponiert, die die Zuhörer in begeistertes
Erstaunen versetzten. Darüber hinaus bewies Daniel Barth mit seiner Moderation,
dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. Ihn sah und hörte das Publikum beim
letzten Programmpunkt wieder: Der Auftritt von KLARUS Blech. Die 8-köpfige Blaskapelle
hatte eine CD „Kleine Böhmische“ aufgenommen, die hier mit ihren Stücken
vorgestellt wurde. Durch zwei Flügelhörner, Trompete, Tenorhorn, Bariton, zwei
Posaunen und Tuba konnte feine böhmische und mährische Blasmusik in besonderer Art
und Weise erklingen. Sämtliche Titel wurden eigens für diese kleine Besetzung
arrangiert und in Noten gesetzt. Zwar waren von den ursprünglichen Musikern des
CD-Ensembles – Mathias Achatz, Josef Hufnagl, Holger Mück, Klaus Rustler,
Patrick Oroudji, Wolfgang Bäuml, Jonas Stadlbauer und Daniel Barth nur vier bei
der Aufführung dabei, konnten aber durch gute Solisten ersetzt werden. So
erlebte „Der böhmische Grantlhuber“ seine Uraufführung in kleiner Besetzung.
Die insgesamt 14 Titel der CD konnten die Besucher einmal auf ganz andere Weise
als sonst üblich hören.
Wer das
Konzert versäumt hat, kann die CD beim Klarus Musikverlag Klaus Rustler, Franz
Böhmgasse 8, 95643 Tirschenreuth,
erwerben und sich über ein ungewöhnliches Blasmusik-Hörerlebnis freuen.
Nach dem Auftritt von "Mission Böhmisch" kam ein Zuschauer spontan mit einem Gedicht über und für die Gruppe auf die Bühne:
Mission Böhmisch
So heißt ne junge Blaskapell'n
viel gibt's von ihr nicht zu erzähl'n.
Zum dritten Mal erst aufgespielt,
macht sie die Oberpfalz schon wild.
Mit frischem Schwung und Taktgefüjl
ist sehr beschwingt ihr Musikspiel.
Noch jung die Leut, doch wenn sie blasen,
dann sind das schon ganz alte Hasen.
Man gibt nicht nur bekannte Sachen,
weil sie so manches selbst machen!
Was die Kapelle da darbringt
dem Dirigenten selbst entspringt!
Doch nicht nur dieser komponiert,
auch so manch andrer inspiriert
und komponiert ein eignes Stück -
für die Kapelle großes Glück.
Dazu ganz keck selbst moderiert,
mit manchem Späßchen gut garniert,
reißt man das Publikum schnell mit
und kommt beim Spiel nicht aus dem Tritt.
Ganz toll, was uns heut dargeboten -
zu schnell vorbei war'n dann die Noten.
Diese Mission war voll gelungen!
Sogar die Leut' ham mitgesungen
Volker Grunert, Marktredwitz
| Klarus Blech - ein Hörgenuss! |
Dienstag, 20. Oktober 2015
Mit Waldershofer Bürgermeistern zu Gast im Sibyllenbad
Besuch
hatte sich auf Einladung von Werkleiter Gerhard Geiger (rechts) im Neualbenreuther
Heilquellenkurbetrieb Sibyllenbad angekündigt: Die Waldershofer Bürgermeister.
Wegen eines dringenden Termins konnte leider die 1. Bürgermeisterin Friederike
Sonnemann nicht kommen, aber der 2. Bürgermeister Karl Busch (links) und die 3.
Bürgermeisterin Gisela Kastner (Mitte) ließen sich nach Abschluss der umfangreichen
Modernisierungsmaßnahmen vor Ort über das hochwertige Angebot für Gesundheit
und Wohlfühlen unmittelbar vor ihrer Haustür durch Gerhard Geiger informieren. Ich durfte sie dabei begleiten.
Besonders
für den 2. Bürgermeister Karl Busch (rechts), der ehrenamtlich die Funktion des
Seniorenbeauftragten bekleidet, waren die Informationen wichtig, da er
regelmäßig Busfahrten in die Heilwasserbadelandschaft organisiert.
„Gesundheitsförderung und der Wunsch nach sozialer Interaktion werden dabei
gleichzeitig befriedigt“, war seine Meinung.
Bei einem Rundgang durch das Kurmittelhaus erläuterte Werkleiter Geiger die
zahlreichen Maßnahmen, die nach dem Spatenstich im Oktober 2012 erfolgten.
„Zentral waren die Veränderungen in der Heilwasserbadelandschaft mit Abbruch
und Neuaufbau der großen Becken und einem zusätzlichen Attraktionsbecken im
Innenbereich“. In der medizinischen Bäderabteilung wurden die Wirkungen und
Besonderheiten der einmaligen und nur hier angebotenen Kohlensäure-Radon-Anwendungen bei der Behandlung
rheumatischer Erkrankungen erläutert, bevor sich die Kommunalpolitiker den
neuen Präventionsraum im Osttrakt des Unternehmens anschauten. Im Anbau in
Richtung des neuen Vier-Sterne-Hotels wurde Platz für einen großen
Mehrzweckraum geschaffen, in dem Entspannungstechniken und Muskelrelaxion bei
Gruppenterminen erlernt werden können. „Auch der Wellnessbereich mit dem
bereits seit 1997 betriebenen orientalischen Badetempel erhielt durch die neue
Aufguss-Sauna und einen Ruheraum mit warmen Wasserbetten eine weitere
Aufwertung“, informierte der Leiter des Kurbades.
Zum
Abschluss des Rundganges zeigten sich die Gäste von dem neuen Fitness-Angebot
auf der Galerie beeindruckt. Hier können die Gäste ohne Monatsbeitrag von acht
Uhr morgens bis acht Uhr abends trainieren. Zum Abschluss zeigte
Sibyllenbadchef Geiger den neuen Vital Parcour im Kurpark. Mit drei
zertifizierten Nordic-Walking-Strecken solle der Kurort noch attraktiver für
gesundheitsorientierte Gäste werden. Die Gäste waren überzeugt, dass durch das
Sibyllenbad ihre Stadt und der ganze Landkreis an Attraktivität gewinnen. Kartoffelfest-Nachlese: Die Ziehung der Gewinner des Preisausschreibens
Als Tausende zum 13.
Kartoffelfest strömten, ging es nicht nur an den Essens- und Verkaufsständen
hoch her - auch am Informationspavillon des Sibyllenbades drängten sich zahlreiche
Gäste. Werkleiter Gerhard Geiger und Ines Köckert vom Gästeservice informierten
dabei über das Angebot rund um Gesundheit und Wohlfühlen nach Abschluss der
Modernisierungsmaßnahmen, besonders über die neuen Angebote zum Thema Bewegung:
Das Fitnesstraining auf der Galerie der Badehalle und den Vital Parcours mit
drei zertifizierten Strecken im Gemeindegebiet und einer kurzen
Trainingsstrecke für Nordic Walking im sanierten Kurpark. Zahlreiche Besucher
beteiligten sich an dem Preisausschreiben des Sibyllenbades, bei dem es um die
Frage nach den Öffnungszeiten des Zirkeltrainings ging. Über 500 Gäste hatten
die richtige Antwort angekreuzt: „Von 8 bis 20 Uhr und das an jedem Wochentag“.
Aus der Losbox wurden nun die Gewinner gezogen. „Glücksfee“ war dabei
Physiotherapeutin Corinna Kraus von der medizinischen Abteilung. Dass die
Ziehung im neuen Fitnessraum stattfand, wo sie und ihre Kollegen die
Geräteeinweisung für die Gäste durchführen, war wohl kein Zufall.
Über Gutscheine für einen
Tageseintritt in die gesamte Bade- und Wellnesslandschaft oder die Einweisung
für „Fitness mit Sibylle“ können sich Kartoffelfestbesucher aus ganz
Deutschland freuen. Die Gewinneranschriften reichen von Berlin bis Zwickau, und
auch in den Landkreisen Tirschenreuth und Wunsiedel wohnen einige Gewinner. Die
Benachrichtigungsschreiben an die Glücklichen gehen in den nächsten Tagen aus
der Tillenberggemeinde auf den Postweg.
Freitag, 9. Oktober 2015
Das war das 13. Kartoffelfest!
Ob sich der preußische König Friedrich II. wohl hat vorstellen können,
dass es in einem kleinen Ort in der Oberpfalz einmal ein Kartoffelfest geben
wird? Er hatte sich vehement durch verschiedene „Kartoffelbefehle“ für den
Anbau der Knollen durch seine Untertanen eingesetzt, um Hungersnöten ein Ende
zu bereiten. Die Untertanen waren aber zunächst gar nicht begeistert von der Idee
ihres Herrschers, und nur langsam setzte sich der Kartoffelanbau durch. Sein
Eingreifen in den Bayerischen Erbfolgekrieg, auch „Kartoffelkrieg“ genannt,
verhinderte, dass Niederbayern und die Oberpfalz zu Österreich kamen. Ob sich
Friedrich II. weiterhin hat vorstellen können, dass im Jahr 2015 etwa 8.500
Menschen nach Neualbenreuth strömen, um der Kartoffel zu huldigen und zu
probieren, was man alles aus Kartoffeln zubereiten kann? Er wäre sicherlich
begeistert – wie tausende Besucher auch. Schon vor der offiziellen Eröffnung
strömten sie herbei und belagerten die Stände. Böllerschützen des Schützenvereins
Ringelstein Ottengrün begannen mit der lautstarken Eröffnung. Bürgermeister
Klaus Meyer und der Vorsitzende des Fremdenverkehrs-Vereins Christian Maischl
begrüßten alle Gäste herzlich. Dann erschien die Bayerische Kartoffelkönigin
Marina Heigl, genannt Marina I. Sie konnte berichten, dass Bayern das
zweitgrößte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands ist, dass jeder Deutsche 57 kg
Kartoffeln pro Jahr isst und wusste viel über die gesundheitlichen Vorteile der
tollen Knolle.
Schon
bald bildeten sich lange Schlangen vor den verschiedenen Ständen – ob bei
Oberpfälzer Erdäpflsuppn, Dotsch, Kartoffelspiralen, Kartoffelpizza oder
überbackenen Folienkartoffeln und weiteren Köstlichkeiten. 180 verschiedene
selbstgebackene Kuchen und Torten fanden reißenden Absatz, 40 kg Mehl wurde an
einem Stand zu Küchel verarbeitet. Die Freunde aus der ungarischen
Partnergemeinde Vál buken unendlich viel Langos und waren mit ihrem
Palinka-Automaten begehrtes Ziel. Alt-Bürgermeister Albert Köstler war mit dem
Schnaps-o-Mobil unterwegs und überzeugte in seiner Rolle. Die
zahlreichen Helfer des Fremdenverkehrsvereins hatten den ganzen Tag über
absolut keine Zeit zum Verschnaufen.
Auf der
anderen Seite des Festplatzes moderierte Bürgermeister Klaus Meyer mit Witz und
Charme wie ein geborener TV-Entertainer die verschiedenen Vorführungen und
Wettbewerbe. Da war zunächst die Bulldog-Parade der Oldtimer. Dann folgte die
Vorführung von Kartoffel-Erntemaschinen mit dem beliebten Kartoffel-Klauben wie
in früheren Zeiten auf einem eigens dafür angelegten Kartoffelfeld. Besonders
die Kinder waren mit Begeisterung dabei. Der Freude tat auch der
zwischenzeitlich
einsetzende
leichte Regen keinen Abbruch. Die Gäste zogen sich in die vielen kleinen und
das große Zelt zurück, in dem die Blaskapelle Ernestgrün zur Hochform auflief
und das Publikum bis zum offiziellen Ende begeisterte. An anderer Stelle
unterhielten Franz Becker und die Grenzgang-Musi die Gäste.
Auf der
unbefestigten Seite des Festplatzes ging es hingegen – trotz des Regens – mit
Knödelwettessen und Schubkarren-Wettlauf weiter. Beim Knödelessen gewann zur
Freude aller der im Rollstuhl sitzende Daniel Fischer aus Waldsassen den
Wettbewerb.
Weitere
Vorführungen zeigten die Strohbandelmaschine und das Drischeldreschen.
Für die
kleinen Besucher war eine Bastelecke eingerichtet. Hier konnten sie sich im
Kartoffeldruck und Porzellanmalen üben. Eifrig waren sie dabei. Das Filzen mit
Kindern fiel dann aber leider buchstäblich ins Wasser.
Am Ende
des Tages, nachdem sich zahlreiche Gäste für diesen wunderbaren Tag bedankt
hatten, meinten Klaus Meyer und Christian Maischl übereinstimmen: „Wir sind
mehr als zufrieden, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben!“
| Am Ende des Tages ein zufriedener Bürgermeister mit seiner Frau |
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