Dienstag, 10. November 2020

Ein neuer Rastplatz und ein restauriertes Feldkreuz am Grenzübergang für Fußgänger und Radfahrer in Bad Neualbenreuth


 

 


Wer den Grenzübergang für Fußgänger und Radfahrer von Bad Neualbenreuth nach Mytina (Altalbenreuth) benutzt, wird jetzt freundlich mit „Vitáme Vás“ (Wir begrüßen Sie) empfangen. Das alte Grenzhäuschen riss man im Frühjahr wegen Baufälligkeit ab. Auf seinen Grundmauern entstand ein einladender rustikaler Rastplatz, den das genannte Begrüßungsschild ziert. Von hier aus hat man einen schönen Blick zum Tillenberg. Am Baum gegenüber hängt ein einfaches Blatt Papier in einer Folie mit der Information und einem Foto, dass sich hier das Grenzhäuschen befand und in der Nähe der erloschene Vulkan „Eisenbühl“ ist. Wenige Schritte weiter auf der linken Seite wurde ein Feldkreuz restauriert und seine Umgebung in Ordnung gebracht. Es hat jetzt wieder ein schmiedeeisernes Kreuz. Auch hier gibt es ein Informationsblatt in einer Folie an dem danebenstehenden Baum, dass die Aufschrift auf dem Stein lautet: Gewidmet von Anton und Magdalena Weber aus Boden 1921 (anlässlich der Geburt einer Tochter). Beides scheint auf den ersten Blick zusammen zu hängen. Doch wer ist hier ohne Einweihungsfeier und großes Aufsehen tätig geworden? 

Freitag, 30. Oktober 2020

Was verbindet die Oberpfalz mit der Hansestadt Tangermünde??? - Richtig - dieser alte Herr, Kaiser Karl IV. !

Denkmal Kaiser Karls IV. in Tangermünde


Der überaus gebildete und mit wirtschaftlichem Weitblick ausgestattete Kaiser Karl IV. (1316 - 1378) hat viele Spuren in der Oberpfalz, aber auch in der Hansestadt Tangermünde hinterlassen.

Eingang zur Burg in Tangermünde

 

In der Oberpfalz hatte der Kaiser zahlreiche Besitzungen, denn er wollte in "seinem Land", von Prag nach Nürnberg reisen. Er konnte einige Orte käuflich erwerben, einige ließ er sich verpfänden, einige kamen durch seine 2. Ehefrau, Anna von der Pfalz aus der Pfälzer Wittelsbacher Linie, in seinen Besitz. Es entstand "Neuböhmen". Dazu gehörten z.B. Parkstein, Weiden, Bärnau, Waldeck, Störnstein und Neustadt an der Waldnaab. Der böhmische Adel erhielt wichtige Funktionen in diesen Gebieten. Ganz oben auf der kaiserlichen Agenda stand der Ausbau der Handelswege. So entstand die "Goldene Straße" von Nürnberg über Hirschau nach Prag und über die Röslausenke und Eger nach Prag. Ganz wichtig waren die Geleitprivilegien, die einen sicheren Warentransport ermöglichten. Auch erhob er viele Märkte zu Städten und Dörfer zu Märkten und förderte so ihre wirtschaftliche Entwicklung.  

1373 erwarb er die Mark Brandenburg. Am 7. September 1373 zog er mit großem Gefolge in die Burg von Tangermünde und machte sie zu seiner Nebenresidenz.

Die Stadt Tangermünde (Altmark), vor ca. 800 Jahren im Schutz einer Burg entstanden, liegt auf der Hochfläche einer eiszeitlichen Endmoräne über der Elbe. So konnte der Kaiser bequem von Prag aus über die Moldau und Elbe nach Tangermünde schippern. 

Blick von der Burg auf die Elbe
 

Wichtige Einnahmen waren hier die Elbzölle. Er liebte diese Stadt, die Mitglied des Hansebundes war, von dem er sich gute Geschäfte erhoffte. Unter Kaiser Karl IV: entwickelte sich Tangermünde zu einer blühenden Stadt. 


Das Rathaus

Oldtimerparade passend zum Ambiente der Stadt: Lada, Wartburg und Skoda

 

In der Altstadt:

 






 

Leider hatte Kaiser Karls Sohn Wenzel weder Interesse an Tangermünde und Brandenburg noch an "Neuböhmen", so dass sich die Besitzverhältnisse nach seinem Tod 1378 bald wieder veränderten. 

Da sich die Bürger Tangermündes 1488 gegen die Einführung einer Biersteuer auflehnten, fielen sie beim brandenburgischen Kurfürsten, der wieder über sie herrschte, in Ungnade. Stadtbrände, der 30jährige Krieg und die Pestepedemien machten aus der blühenden Stadt eine unbedeutende Kleinstadt in der Provinz. 

Dennoch konnte die Stadt bis heute ihr ursprüngliches Stadtbild mit Fachwerkhäusern, die prunkvolle Eingänge zieren, bewahren. Sie wird gern von Touristen besucht und ist wirklich sehenswert!

  

Mittwoch, 30. September 2020

Noch einmal Wanderblogger - Bericht über das Bloggertreffen im "Neuen Tag"

 


Gern denken wir in Bad Neualbenreuth an das Bloggertreffen zurück, das so fröhlich und harmonisch verlief und uns alle in diesen schweren Zeiten einmal richtig aufatmen ließ.

Noch einmal herzlichen Dank an alle, die sich hier eingebracht haben, besonders an alle Gastgeber des Tourismusvereins, die dafür kostenlos eine Unterkunft zur Verfügung stellten:

Landschloss Ernestgrün

Hotel Pyramide Familie Zimmermann

Hotel Altmugler Sonne Familie Lemberger

ausZeit - Sibyllenbad-Gästehaus Christian Maischl

Frank'nhof Familie Schnurrer

Pension Weber - Johanna und Michael Weber

Pension "Im grünen Tal" Motzersreuth Familie Bubak

Egerländer Fachwerkhof Familie Rustler

Pension und Ferienhof Familie Schnurer Hardeck 

 

Zum Bericht im "Neuen Tag" mit Bildergalerie geht es HIER

Die gedruckte Ausgabe erscheint am 1. 10. 2020. 

Links zu den Berichten der Wanderblogger finden sich HIER

 

 

 

Sonntag, 20. September 2020

Eröffnung der ständigen Ausstellung im Sengerhof "Schmackhafte Erinnerungen" - Die Bäckerei Stähli in Neualbenreuth

Ein Blick in die Ausstellung

 

Die Geschichte der Bäckerei:

Der Firmenname "Stähli" wurde im Zusammenhang mit dem Nahrungs-mittelhandwerk 1926 zum ersten Mal erwähnt, denn Großvater Albert Stähli betrieb südöstlich von Gera eine Ölmühle, später einen Mühlenkomplex. 

Siegfried Stählis Vater Melchior, aus dieser Mühle in Thüringen stammend, war eigentlich Eisenhandelskaufmann und betrieb dann mit der Mutter ein Feinkostgeschäft in Jena. Sie übersiedelten nach Bahra (Sächsische Schweiz), um eine Mühle mit Bäckerei zu betreiben. Die Übernahme der Mühle scheiterte. Daraufhin ergab sich die Möglichkeit, in Falkenau (Sokolov) die Vogelmühle mit angeschlossener Bäckerei zu übernehmen. Nach dem 2. Weltkrieg kam die Familie nach Neualbenreuth. Zunächst arbeitete der Vater in der Rennermühle. 1949 konnte er eine Bäckerei im jetzigen Blumenladen eröffnen. Sein Sohn Siegfried Stähli lernte von 1954 – 1957 in Bamberg Konditor, anschließend bei seinem Vater bis 1959 Bäcker. 1963 legte er seine Meisterprüfung im Bäckerhandwerk in Regensburg ab, 1964 die Prüfung als Konditormeister in Detmold. Den väterlichen Betrieb übernahm er am 1. September 1965. Vier Jahre später kaufte er das Haus Tirschenreuther Straße/Judengasse, der bis zum Verkauf 2017 an die Großbäckerei Kutzer Sitz seines Handwerksbetriebes war. Auch jetzt befindet sich dort eine Bäckerei mit Café. 

Zum Zeitungsbericht geht es HIER

Bäckermeister Siegfried Stähli bei der Eröffnung "seiner" Ausstellung

Bürgermeister Klaus Meyer (rechts) eröffnet die Ausstellung

Dr. Alfred Scheidler, stellvertretender Landrat, bei seinem Grußwort

Viele Gäste kamen zur Eröffnung in den Sengerhof

Auf ein gutes Gelingen!

Glänzende Erinnerungen: Auszeichnungen von Stählis Bauernlaib

Die selbstmodellierte Form des berühmten "Huasnoatoutara"

Ein Blick in die Ausstellung

 

Donnerstag, 17. September 2020

Ausflugstipp für einen schönen Herbsttag: Burgruine Švamberk (Schwanberg) mit grandioser Aussicht in Krasikov (45 km)

                





                                        Die Kapelle Maria Magdalena auf dem Burggelände

Die Burg ist weithin sichtbar und ist am besten erreichbar, wenn man am Dvůr Krasíkov, einem großen landwirtschaftlichen Areal, rechts Richtung Burg einbiegt. Das landwirtschaftliche Areal war einst Meierei und Brauhaus der Burg und wurde in wesentlichen Teilen aus Steinen der Burg errichtet. Am Eingang steht eine barocke Martersäule mit Kreuz, die der letzte Švamberker 1653 aufstellen ließ. Auf dem Sockel sieht man sein Wappen und das seiner Ehefrau. Man kann hier Pferde, Hirsche, Lamas, Ziegen, Schafe, Rinder, Enten, Hühner u.a. besichtigen. Hier befinden sich ein Saisonbistro, eine Seifensiederei sowie ein Laden mit Naturprodukten. Nach dem Abbiegen gibt es ca. 500 m weiter einen Parkplatz. Von hier aus führt ein leicht ansteigender, bequemer Weg zum riesigen Gelände der ehemaligen Burg. Mit einem grandiosen Ausblick wird der kurze Aufstieg belohnt. Das alte böhmische Adelsgeschlecht der Švamberker, die einen Schwan im Wappen führten, beeinflusste die böhmische Geschichte über vier Jahrhunderte lang. 

 

 

Mittwoch, 9. September 2020

Führungen rund um das Schloss im Ortsteil Hardeck

 
Führungen rund um das Schloss Hardeck entwickelten sich zum Renner der Saison. Zu meinem Zeitungsbericht geht es HIER
 
 

Juliane Schnurrer vom Gasthaus "Adamhof" (links) und Gästeführerin Lilly Melzer

begrüßen die zahlreich Gekommenen: 

 




 

Samstag, 5. September 2020

Ausflug nach Kirchenlamitz im Fichtelgebirge (56 km)

Besuch Kartoffelhof - Granitlabyrinth Epprechtstein - Wanderung zur Burgruine Epprechtstein und Besuch des Kartoffel-Minimuseums in Großschloppen

Uns zog es nach Kirchenlamitz, weil der Ort Zentrum des Kartoffelanbaus im Fichtelgebirge ist. Zunächst besuchten wir einen Kartoffelhof, wo wir interessante Informationen zur Ernte 2020 bekamen. Die Kartoffeln von dort sind einfach unübertrefflich.

Anschließend ging es zum Granitlabyrinth im Ortsteil Epprechtstein:


Neben dem Labyrinth gibt es ein Informationszentrum mit viel Wissenswertem zum Granitabbau. Außerdem werden die Unterschiede des Granits aus den verschiedenen Steinbrüchen verdeutlicht - alles kleinere Steine, auf die man sich setzen kann.