Sonntag, 10. Januar 2016

Nachtrag zum 4. Advent: Lesung mit der Schauspielerin Simone Rosa Ott


Weihnachten, Heimat und Familie gehören einfach zusammen. Das ist auch für die in Neualbenreuth aufgewachsene Schauspielerin Simone Rosa Ott so. Sie nutzte ihren Weihnachtsurlaub, um in ihrem Heimatort zu einer Lesung mit besinnlichen, heiteren und lebensnahen weihnachtlichen Geschichten und Gedichte einzuladen. Dass Ott in ihrem Beruf Sprache perfekt beherrscht, ahnten die zahlreichen Besucher natürlich. Aber dass sie aus einer Lesung eine packende, temperamentvolle, spritzige und spannende Ein-Frau-Vorstellung machen konnte, war für die meisten doch eine Überraschung. Die Gäste-Information hatte diese gut besuchte Lesung im Sengerhof bei Kaffee, Tee, Stollen und Lebkuchen organisiert. Nach einem polternden Treppe-Hoch-Auftakt folgte das Gedicht „Knecht Ruprecht“ von Theodor Storm – grad wie man sich diesen Herrn mit „Von drauß’ vom Walde komm ich her…“ vorstellt. Von Heinrich Böll bis Karl-Heinrich Waggerl erlebten die Zuhörer eine interessante Mischung weihnachtlicher Lyrik und Prosa. „Es hätte noch mindestens eine Stunde weiter gehen können“ sagte Meinhard Köstler am Ende zur Künstlerin. Dabei hatte diese – wie sie gestand – „riesiges Lampenfieber“ vor diesem „Heimspiel“, denn ihr schauspielerisches Talent entdeckte Simone Rosa Ott bei der Alwareither Laienbühne. Aber zunächst einmal erlernte sie nach der Mittleren Reife einen „richtigen“ Beruf, holte das Abitur nach und studierte Sozialpädagogik bevor sie eine Ausbildung an der Freiburger Schauspielschule absolvierte. Dort blieb sie „hängen“, und es folgten Produktionen und Engagements an Theatern von Regensburg bis Berlin. 8 Jahre war sie festes Mitglied des Improvisationstheaters FREISTIL und des SommerLaune-Ensembles Freiburg und stand kürzlich auf der Bühne des Shakespeare’s Globe Theatre in London.
Dennoch war es für sie etwas Besonderes, in ihrem Heimatort aufzutreten. So empfanden auch die Zuhörer, und lang anhaltender Applaus war der Lohn.

  

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das Beste zum Schluss: Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Laurentius

Der Männergesangverein und die Akkordeon-Gruppe


Die Neualbenreuther Saitn-Musik

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf das Weihnachtskonzert aller Musikgruppen und Chöre aus Neualbenreuth. Mit dabei waren wie immer die Blaskapelle Ernestgrün, der Kirchenchor, die Neualbenreuther Saitn-Musik, das Neualbenreuther Zwio, der Männergesangverein und die Akkordeon-Gruppe der Kreismusikschule. Da geht es mit Pauken und Trompeten beim "Tochter Zion" bis zum aus voller Männerbrust gesungenen "Gloria in exelsis Deo". Die wunderbare Akustik in der voll besetzten Kirche ließ Gäste aus nah und fern noch einmal weihnachtliche Atmosphäre genießen. Passende Texte - vorgetragen durch Altbürgermeister Albert Köstler - rundeten das Programm ab.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Die Tradition lebt! Am 24. Dezember kommt die "Specht"

Nur in der nördlichen Oberpfalz, im Landkreis Tirschenreuth, gibt es am Heiligen Abend den ungewöhnlichen Brauch "Die Specht füttern". Früher bekam niemand diese unheimlichen Gestalten - Brauchtumsfigur eines germanischen Naturdämons - zu Gesicht. Um sie zu besänftigen, muss man sie füttern. Dazu wurden Essensreste in den Garten gebracht und die Obstbäume geschüttelt, damit diese im nächsten Jahr wieder viel Obst tragen. Jetzt läuft alles etwas moderater ab:



Schaurig schön ging es beim Füttern der „Specht’n“ in Maiersreuth zu. Gleich fünf der Angst einflößenden dämonischen Gestalten tauchten mit ihren Sicheln und symbolischen Schleifsteinen auf. Auch wenn der Spruch „Wetz de, wetz de – Baach aafschnei’n“ nicht mehr von ihnen gesprochen wird, schaute so manches Kind ängstlich drein. Erst als sie – wie zunächst nur die ganz mutigen – entdeckt hatten, dass die mitgebrachten Essensreste gegen Süßigkeiten bei der Specht eingetauscht werden können, wagten sie sich hinter dem Rockzipfel der Mutter hervor. Die Erwachsenen konnten sich derweil an Glühwein laben. Auch Kinderpunsch mit wunderbarem Holundersaft war im Angebot. So wurde viel Essen geopfert und die „Specht“ wird als Dank für ein fruchtbares neues Jahr sorgen.






Dienstag, 8. Dezember 2015

"Der schönste Weihnachtsmarkt den wir kennen"


So urteilten zahlreiche Besucher des weihnachtlichen Kunsthand-werkermarktes.
Am Sonntag, 13. 12. 2015 hat er noch einmal geöffnet. Dort wird um 15 Uhr die Blaskapelle Ernestgrün weihnachtliche Melodien spielen.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in meinem Zeitungsartikel 
Dort ist auch eine Fotogalerie zu finden. Hier weitere Fotos:
















Donnerstag, 26. November 2015

50. Geburtstag von Bürgermeister Klaus Meyer


Wenn sonst schon keine Feste sind, dann hat wenigstens der Bürgermeister einen runden Geburtstag. Wie praktisch, dass er ihn auf den November gelegt hat. Endlich konnte mal wieder so richtig zwischendurch gefeiert werden! Und was macht ein richtiger Bürgermeister zunächst? Er dankt seiner Frau:


Dann waren da noch viele, viele Gäste:


Aus dem ganzen Landkreis kamen Bürgermeister
 
Der 2. Bürgermeister Christian Hebert (rechts) überbrachte die Glückwünsche des Marktgemeinderates und der Vereine - und natürlich Geschenke


Der stellvertretende Landrat Roland Grillmeier, Bürgermeister von Mitterteich, hatte neben einer Rede auch ein Geschenk mitgebracht


Das Neualbenreuther Zwio trug u.a. ein Lied mit Episoden aus dem Leben des Bürgermeisters vor


Eine lustige Fahrt mit der imaginären Tillenberg-Zahnradbahn fand auch statt

Montag, 9. November 2015

Wanderungen im schönen Spätherbst: Zum Ringelstein, durch das Gedankental und Kaffeetrinken in Fellners Restaurant im Sibyllenbad

Zunächst ging es zum Saison-Abschluss der Natur- und Wanderfreunde zum Ringelstein. Dort trafen wir Gleichgesinnte und Bekannte - u.a. die Familie unseres Bürgermeisters Klaus Meyer (rechts im Bild). Als die Dämmerung eintrat, wurde noch ein zünftiges Feuer entfacht.

Dann nutzten wir die schönen Spätherbst-Tage für eine Wanderunge durch das Gedankental. Hier die Eindrücke:
Blick zur Kleinen Kappl




Schloss Hardeck 
Nach einem zünftigen Mittagessen in Adams Gasthof in Hardeck ging es zurück über das Sibyllenbad. Auf der Terrasse von Fellners Restaurant mit Blick auf Kunst und Tillenberg ließ es sich in der Sonne gut Kaffeetrinken:

Vom Restaurant hat man einen direkten Blick in die Badelandschaft

Heimweg in der schönen Herbstsonne

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Der böhmische Grantlhuber und Mission Böhmisch - wieder einmal Blasmusik


„Klein ABER fein“ heißt es bei der Blaskapelle KLARUS Blech im Untertitel. Auch wenn diese erst zum Schluss auftrat, konnte man das Motto über die gesamte Veranstaltung im Tillensaal stellen. Der Nachmittag bewies, dass böhmische und mährische Blasmusik nicht nur in Bierzelten, sondern auch in konzertanter Weise aufgeführt die Zuhörer begeistern kann. 
Den Reigen eröffnete die Blaskapelle Ernestgrün in altbewährter Weise. Da kamen neben dem „Böhmischen Grantlhuber“, der Namensgeber für die Veranstaltung war, auch weitere Kompositionen von Kapellenmitglied Klaus Rustler sowie bekannte Stücke aus dem Repertoire der Ernestgrüner zur Aufführung. Klaus Rustler führte selbst durch das Programm. Dabei bedankte er sich für die Geduld seiner Mit-Musikanten, wenn sie wieder einmal Versuchsfeld beim Ausprobieren eines neuen Stückes sind. Kommentare wie „So ein Schmarrn“, „War der besoffen“ oder „So schlecht wars ja nicht“ würden ihm schon zeigen, ob seine Kompositions-Ideen auch ankommen. Die Blaskapelle Ernestgrün verabschiedete sich an diesem Nachmittag mit der „Faszination Blasmusik“ von K. Rustler  und durfte natürlich nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen.

Die nächste Blaskapelle kam jung, frisch, keck daher und machte ihrem Namen „Mission Böhmisch“ alle Ehre. Es war ihr insgesamt dritter Auftritt, denn sie spielen erst seit April zusammen. Der Leiter und Dirigent Daniel Käsbauer gab vollen Körpereinsatz und verstand es, sein Publikum mitzureißen, das auch gern fröhlich mitsang. Sowohl er als auch Tubaspieler Daniel Barth haben schon Stücke für die Oberpfälzer Truppe komponiert, die die Zuhörer in begeistertes Erstaunen versetzten. Darüber hinaus bewies Daniel Barth mit seiner Moderation, dass ihm der Schalk im Nacken sitzt. Ihn sah und hörte das Publikum beim letzten Programmpunkt wieder: Der Auftritt von KLARUS Blech. Die 8-köpfige Blaskapelle hatte eine CD „Kleine Böhmische“ aufgenommen, die hier mit ihren Stücken vorgestellt wurde. Durch zwei Flügelhörner, Trompete, Tenorhorn, Bariton, zwei Posaunen und Tuba konnte feine böhmische und mährische Blasmusik in besonderer Art und Weise erklingen. Sämtliche Titel wurden eigens für diese kleine Besetzung arrangiert und in Noten gesetzt. Zwar waren von den ursprünglichen Musikern des CD-Ensembles – Mathias Achatz, Josef Hufnagl, Holger Mück, Klaus Rustler, Patrick Oroudji, Wolfgang Bäuml, Jonas Stadlbauer und Daniel Barth nur vier bei der Aufführung dabei, konnten aber durch gute Solisten ersetzt werden. So erlebte „Der böhmische Grantlhuber“ seine Uraufführung in kleiner Besetzung. Die insgesamt 14 Titel der CD konnten die Besucher einmal auf ganz andere Weise als sonst üblich hören.
Wer das Konzert versäumt hat, kann die CD beim Klarus Musikverlag Klaus Rustler, Franz Böhmgasse 8,  95643 Tirschenreuth, erwerben und sich über ein ungewöhnliches Blasmusik-Hörerlebnis freuen.  



Nach dem Auftritt von "Mission Böhmisch" kam ein Zuschauer spontan mit einem Gedicht über und für die Gruppe auf die Bühne:
 Mission Böhmisch

So heißt ne junge Blaskapell'n
viel gibt's von ihr nicht zu erzähl'n.
Zum dritten Mal erst aufgespielt,
macht sie die Oberpfalz schon wild.

Mit frischem Schwung und Taktgefüjl
ist sehr beschwingt ihr Musikspiel.
Noch jung die Leut, doch wenn sie blasen,
dann sind das schon ganz alte Hasen.

Man gibt nicht nur bekannte Sachen,
weil sie so manches selbst machen!
Was die Kapelle da darbringt
dem Dirigenten selbst entspringt!

Doch nicht nur dieser komponiert,
auch so manch andrer inspiriert
und komponiert ein eignes Stück -
für die Kapelle großes Glück.

Dazu ganz keck selbst moderiert,
mit manchem Späßchen gut garniert,
reißt man das Publikum schnell mit
und kommt beim Spiel nicht aus dem Tritt.

Ganz toll, was uns heut dargeboten -
zu schnell vorbei war'n dann die Noten.
Diese Mission war voll gelungen!
Sogar die Leut' ham mitgesungen

                                Volker Grunert, Marktredwitz       
 
Klarus Blech - ein Hörgenuss!